Kompetenzzentrum offiziell eröffnet
Veitshöchheim, 03.03.05
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung v.l.n.r. vorne Bürgermeister Rainer Kinzkofer, LPE-Geschäftsführer Klaus Schiffler, Schulleiter Sigi Hofmann, hinten Fachlehrerin Wiebke Cornely, Akademie-Leiter Hermann Weininger und die Bildungsreferentin des Gemeinderat Petra Radtke.
Presseartikel "MainPost"
Veitshöchheimer Hauptschule mauserte sich zur "Technik-Akademie Bayern" Kooperationsvereinbarung mit Lehrmittelfirma sichert Ausstattung mit aktuellen technischen Medien
Für die Hauptschule Veitshöchheim ist der neue Kooperationspartner fast wie ein Sechser im Lotto: Die Lehrmittelfirma LPE Technische Medien GmbH mit Sitz im badischen Eberbach hat die Einrichtung zum "Technik LPE Kompetenzzentrum Bayern" ernannt. Durch die Kooperation wird die Schule überwiegend kostenlos mit den aktuellen technischen Medien ausgestattet.
Klaus Schiffler, Geschäftsführer der Lehrplan-Experten-Firma (LPE), Haupt-Schulleiter Sigi Hofmann und Bürgermeister Rainer Kinzkofer als Vertreter des Schulträgers und Fachlehrer Hermann Weininger unterzeichneten jetzt die Kooperationsvereinbarung. Nach der Zertifikats-Urkunde, die Schiffler überreichte, darf sich nun die Hauptschule offiziell "Technik-Akademie Bayern" nennen.
Die Schule ist nun in der Lage, in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Ullrich Sinn von der Uni Würzburg die Lehrerfortbildung im bisher von der Uni nicht abgedeckten Gewerblichtechnischen Bereich (GtB) durchzuführen. Solche Kompetenzzentren gibt es bisher nur in Düsseldorf, Berlin und Wilhelmshaven. "Veitshöchheim erfüllt die Kriterien in hohem Maße", betonte Klaus Schiffler bei der Vertragsunterzeichnung.
Die Veitshöchheimer Schule habe, so der Lehrplan-Experte aufgrund ihrer hervorragend eingerichteten Werk-, Technik-, EDV- und Küchenräume und der hohen Kompetenz ihres Fachleiters für GtB Hermann Weininger einen ausgezeichneten Ruf. Die Kompetenzzentren seien auch eine Antwort auf die Pisa-Studie mit dem Ziel, an den Schulen bedarfsgerechter auch im wissenschaftlich-technischen Bereich ausbilden zu können.
Durch die Einrichtung eines Musterwerkraums zu günstigen Konditionen und der kostenlosen Lieferung von Medien und einer CNC-Fräsmaschine kann LPE vor Ort die von ihr angebotenen technischen Medien präsentieren. Die verbesserte Ausstattung wiederum versetzt die Haupt-Schule in die Lage, als "Technik-Akademie" Lehrerfortbildungen und Kurse mit externen Referenten anzubieten. Die Hauptschülerinnen werden in die Lage versetzt, sich am alljährlichen "Girls Day" zu beteiligen, der zum Ziel hat, technische Berufe durch ein Praktikum in Betrieben auch für Mädchen erstrebenswert zu machen.
Für Schulleiter Hofmann ist das Kompetenzzentrum eine hervorragende Plattform, der Wirtschaft zu vermitteln, was die Hauptschule mit ihrem M(mittleren-Reife)-Zweig alles leisten kann. Er strebt eine Partnerschaft mit Betrieben an und sieht sich nicht zuletzt durch die Unterstützung eines Fördervereins in der Lage, die Ausbildung an seiner Schule den Bedürfnissen der Wirtschaft anzupassen.
Akademie-Leiter Weininger hat deshalb vor, Kontakte zu anderen Kompetenzzentren und zu Partnern in Politik, Verbänden, Wirtschaft, Schulen und Hochschulen zu knüpfen. Auch dem benachbarten Gymnasium Veitshöchheim stehe es offen, das Kompetenzzentrum für das bisher am Gymnasium nicht mögliche Wahlfach "Technik" zu nutzen.
Geplant ist auch, das Internetangebot der Schule weiter auszubauen und einen Newsletter für Bayern einzurichten. Hausmessen, Tage der offenen Tür und die Beteiligung an wichtigen Messen wie die "didacta" sollen die Öffentlichkeitsarbeit ergänzen.